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Der Name des Ortes lässt auf ein hohes Alter schließen. Er klingt fremd und hat immer zu allerlei Deutungen Anlass gegeben. Nach dem heutigen Stand der Forschungen deuten wir ihn so: "..der abseits (im Grenzwald) an enger Stelle liegende Ort.."
Zeugen früherer Geschichte sind die Reste einer im 14. Jahrhundert von den Nassauer Grafen angelegten Landhecke östlich und südöstlich des Ortes sowie eine Reihe von teils noch erhaltenen Grenzsteinen im Verlauf einer alten Grenze (welche sich heute noch zum Teil mit der Kreisgrenze zu Siegen deckt) aus dem Jahre 1690.
Ebenfalls künden Spuren von alten Reisewegen, Bergbau und Köhlerei von früherer Wirtschaftstätigkeit. Von den im 16. Jahrhundert noch erwähnten Hammerschmieden ist kein Relikt erhalten - schon um 1800 finden sie keine Erwähnung mehr.
Welschen Ennester Fuhrleute haben sich seit dem 18. Jahrhundert als Fernfrachtfahrer betätigt. Sie brachten Handel und die Verarbeitung von bis dahin nicht gekannten Gütern in das Dorf mit. Handel und Fabrikation wurde noch bis in die 1950er Jahre mit einem offiziellen Poststempel signalisiert.
1861 erhielt der Ort weiteren Auftrieb durch den Bau der Ruhr-Sieg-Bahn und danach den Anschluss von Seilbahnen aus dem Bergbaugebiet um Silberg.
Seicht ansteigende Wege zu den Höhen des Wolfshorns (642 m) und der Wolfhardt (626 m) mit herrlichen Ausblicken laden zur Begegnung mit Natur und Geschichte ein.
14 Vereine wollen nicht nur für sich, sondern auch für das Dorf und seine Gäste arbeiten. Sie tun dies durch Verschönerungsarbeiten, Veranstaltungen und Heimatpflege.
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Welschen Ennest hatte schon sehr früh eine Kapelle. Die kath. Pfarrkirche wurde 1901/1902 errichtet. Seit 1984 besteht in Welschen Ennest ein evangelisches Gemeindezentrum (zugehörig zur Kirchengemeinde Krombach).
Trotz vieler Strukturwandlungen ist Welschen Ennest ein aufstrebender Ort geblieben: 1818 nennt die Statistik gerade einmal 258 Einwohner, 1961 deren 1198. Heute wohnen hier mehr als 1600 Bürgerinnen und Bürger.
Es lohnt sich ein Besuch. Erleben Sie hier Geschichte u. a. an alten Fachwerkhäusern mit ihren Inschriften, an Hohlwegen und Grenzpunkten. Nehmen Sie teil an geführten Wanderungen und Festen, wie z. B. Schützenfest.
Weitere Informationen zu Welschen-Ennest erfahren Sie unter folgenden externen Sites:
www.welschen-ennest.de
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Quellen: "Auguste Liese. Welschen Ennest und seine Geschichte - 1930 / vergriffen Schützenverein Welschen Ennest: Skizzen aus Welschen Ennest, Beiträge zur Orts- und Vereinsgeschichte, 105 Seiten -1983- H. Engel: Denkschrift über ALTE Grenzsteine -1988- div. Jubiläums-Schriften, sowie Beiträge in "Heimatstimmen aus dem Kreise Olpe"
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