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Rahrbach; Foto: Martin Vormberg

Rahrbach (plattdeutsch: Röhlbeck)

Wie bei Oberhundem findet man die Ersterwähnung des Dorfes Rahrbach im „Liber valoris“, einem Einkünfteverzeichnis der Erzdiözese Köln aus der Zeit um 1308.

Geschichte

Der Ortsname erscheint darin in der Schreibweise „Rurbeke“, wobei das Grundwort „beke“ eine alte Gewässerbezeichnung ist und soviel wie „fließendes Gewässer“ oder „Bach“ bedeutet. Das Bestimmungswort „Rahr“ könnte hingegen auf die Fließgeräusche des Baches hindeuten (mnd. raren = schreien, brüllen, ahd., mhd. reren = brüllen, blöken, nhd. röhren und ae. rar und gerar = Gebrüll, Geheul, vgl. Michael Flöer, Die Ortsnamen des Hochsauerlandkreises, Bielefeld 2013, S. 391f).

Die Besiedelung des Rahrbachtals könnte zumindest teilweise durch Bewohner des Veischedetals erfolgt sein. Dafür sprechen einerseits die grundherrschaftlichen Besitzverhältnisse, andererseits die ursprüngliche Zugehörigkeit zum Kirchspiel Kirchveischede, dessen Gründung wohl für das 11. Jahrhundert angenommen werden kann. Die Ablösung von Kirchveischede und Gründung der Pfarrei St. Dionysius Rahrbach erfolgte wahrscheinlich im 13. Jahrhundert.

Zur Pfarrei Rahrbach gehörten auch die Ortschaften Fahlenscheid, Kruberg und Welschen Ennest. Erst 1903 wurde Welschen Ennest durch Erhebung zur Filialgemeinde von Rahrbach gelöst.

Das Kirchspiel Rahrbach bildete in der Zeit von 1843/44 bis 1969 eine politische Gemeinde im früheren Amt Bilstein. Nach deren Auflösung kam ihr Gebiet bis auf die Ortschaft Fahlenscheid zur heutigen Gemeinde Kirchhundem. Fahlenscheid wurde der Stadt Olpe zugewiesen.

Zum 30.06.2015 hat Rahrbach 672 Einwohner.

Lage

Die Ortschaft Rahrbach liegt im Grenzbereich zum Siegerland. Das adelige Gut Burgholdinghausen besaß Lehngüter in Kirchspielsorten der Pfarrei Rahrbach und beanspruchte teilweise das Jagdrecht auf diesem Gebiet.

Zu Grenzkonflikten kam es bei dem Abbau von Erzen an der Rahrbacher Höhe zwischen sauer- und siegerländischen Bergleuten. Bergbau wird an dieser Stelle bereits für die Zeit seit dem 15. Jahrhundert vermutet. Auf Rahrbacher Seite erwarb Jobst Edmund von Brabeck in den 1690er Jahren das Kupfererzbergwerk und betrieb eine Hütte bei Rahrbach. Bis 1808 blieb die Grube im Besitz der Familie von Brabeck.

Vereine

Heute stellt sich das Dorf Rahrbach als ein Ort mit großem bürgerschaftlichem Engagement dar. Der Schützenverein Rahrbach-Kruberg unterhält eine eigene Schützenhalle, die neben dem Schützenfest noch für weitere örtliche Veranstaltungen genutzt wird. Im Gemischten Chor Rahrbach und dem Musikverein Rahrbach können sich die Dorfbewohner musikalisch betätigen. Der SV Rahrbachtal besitzt einen modernen Kunstrasenplatz zwischen Rahrbach und Welschen Ennest.

Touristisch bedeutsam ist das Josef-Gockeln-Haus der KAB in Rahrbach, das als Ferien- und Bildungsstätte überregional bekannt ist.

"Unser Dorf hat Zukunft"

Das Dorf Rahrbach beteiligt sich seit Jahrzehnten erfolgreich an den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“ bzw. „Unser Dorf hat Zukunft“. Als herausragend ist dabei die Teilnahme am Landeswettbewerb 1994/95 zu betrachten, wobei Rahrbach mit einer Bronzemedaille bedacht worden ist.

Weitere Informationen

Noch mehr Informationen rund um RAHRBACH finden Sie unter www.rahrbach-kruberg.de.

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Martin Vormberg
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