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Titelfoto Folgeseite Landschaft von Lichtenhard

Geschichtlicher Überblick über die Gemeinde Kirchhundem

Die Gemeinde Kirchhundem ist bei der kommunalen Neugliederung von 1969 gebildet worden. Sie entstand größtenteils aus Gemeinden des ehemaligen Amtes Kirchhundem (Heinsberg, tlw. Kirchhundem, Kohlhagen, Oberhundem) und Teilen des ehemaligen Amtes Bilstein (Gemeinde Rahrbach außer Fahlenscheid, Dorf Benolpe).

Allgemeines

Vasbachkapelle Kirchhundem; Foto: Martin Vormberg
Vasbachkapelle Kirchhundem; Foto: Martin Vormberg
Von den über 30 Wohnplätzen liegen die meisten in der Tiefe der Täler an Bach- und Flussläufen. Ihrem Ursprung nach sind es vorwiegend bäuerliche Rodesiedlungen des frühen und hohen Mittelalters. Wahrscheinlich im 11. Jahrhundert wurde Kirchhundem von der Urpfarrei Wormbach abgetrennt und zum Mittelpunkt eines neuen Pfarrsprengels erhoben.

Derselbe umfasste das Gebiet der ehemaligen politischen Gemeinden Kirchhundem, Kohlhagen und Heinsberg. Die Pfarrkirche unterstand dem Patronat der Vögte von Hundem. Im 17. Jahrhundert trennten sich von Kirchhundem die neuen Pfarreien Heinsberg (1628) und Kohlhagen (1655). Frühestens im 11. Jahrhundert dürfte es zur Bildung der Pfarrei Oberhundem, die zuvor ebenfalls zu Wormbach gehörte, gekommen sein. Das Gebiet der im 13. Jahrhundert gegründeten Pfarrei Rahrbach gehörte vorher zur St.-Servatius-Kirche in Kirchveischede.

Pfarrhaus Kirchhundem
Pfarrhaus Kirchhundem

Bis ins 15. Jahrhundert stand in Kirchhundem einer der beiden Hauptfreistühle der Freigrafschaft Elspe-Hundem, einer um 1500 aufgehobenen Freivogtei, die mitten im Freibann der Edelherren von Bilstein lag. Parallel dazu bildete sich im Hochmittelalter die Herrschaft Bilstein beziehungsweise das spätere Amt Bilstein. Als dessen Bestandteil gelangte der heutige Gemeindebereich nach der Soester Fehde 1445 in den Besitz des Erzbischofs von Köln. 1802 übernahm Hessen-Darmstadt das Gebiet; 1816 kam es an das Königreich Preußen. Bereits im Mittelalter entwickelte sich auf Grundlage heimischer Eisenerze und des Holzreichtums der Wälder ein Eisengewerbe, das über das Sauerland hinaus Namen und Ansehen besaß.

Nebeneingangstor Adolfsburg Oberhundem; Foto: Martin Vormberg
Nebeneingangstor Adolfsburg Oberhundem; Foto: Martin Vormberg
Um 1800 waren im Hundem-Lenne-Raum 14 Eisen- und Stahlhämmer in Betrieb. Erzbergbau auf Blei und Zink wurde in Silberg noch bis 1935 betrieben.

Der wirtschaftliche Aufstieg begann mit dem Bau der 1861 in Betrieb genommenen Ruhr-Sieg-Eisenbahn, die durch den Nordwesten der Gemeinde führt. Eine weitere Bahnstrecke - von Altenhundem nach Birkelbach - die 1914 fertiggestellt wurde, hatte in dieser Form nur Bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Auf der Teilstrecke bis Würdinghausen fand noch Güterverkehr bis zum 31. Dezember 1981 statt.

Wappen

Als Wappen der Gemeinde Kirchhundem wurde das des ehemaligen Amtes übernommen. Es zeigt in schwarzem Feld zwei goldene fünfendige Hirschstangen, umgeben von neun goldenen Schindeln, zwischen den Stangen aufrecht stehend eine vergoldete Wolfsangel. Das Wappen wurde am 28. März 1938 verliehen. Es enthält an geschichtlichen Bestandteilen nur die Schindeln, die dem Wappen der seit dem 13. Jahrhundert hier nachweisbaren Ritter von Hundem entnommen sind.

Wappen Gemeinde Kirchhundem

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